Cotahuasi war unser letztes Ziel. Ab jetzt heißt das Ziel wieder Lima um den Heimflug anzutreten. Am Vortrag hatten wir auf der Rückfahrt nach Cotahuasi eine Frau mitgenommen. Diese hat uns einen kleinen Laib Käse geschenkt.
Nachdem wir unsere Sachen gepackt und das Frühstück in der Vallehermosa genoßen haben, gehen wir zum Auto. Dagmar holt noch frisches Brot für die Jause, während ich das Auto lade. Mir passiert genau der Fehler den wir die gesamte Reise vermeiden wollten. Ich werfe meine Jacke auf den Rücksitz und begutachte den klapprigen Kotflügel. Das Auto verriegelt die Türen!
Ich schrecke auf, Sch..... Der Schlüssel befindet sich in der Jacke auf der Rückbank!!!!! Wir sind 1200 km von Lima entfernt. Die nahe Werkstätte hat geschlossen. Panik! Von einem Passanten leihe ich mir eine Gartenhaue und ersuche ihn, einen Draht zu besorgen. Es gelingt mir, die hintere Tür soweit aufzuzwängen, sodass ich mit dem Draht die Jacke zu fassen kriege und samt Schlüssel durch den engen Spalt aus dem Fahrzeug zerren kann. Wir haben den Schlüssel und können unsere Fahrt an die Küste starten.
Auf der Pampa erwartet uns ein 40 km langes Teilstück, dass nicht asphaltiert ist. An einer übersichtlichen Stelle hält uns ein LKW Fahrer an. Er will bis Ququibamba mitfahren. Offensichtlich sind die 4 Batterien seines LKW defekt. Wir laden die Batterien in den Kofferraum und nehmen den armen Kerl mit. Auf der Hochebene gibt es keine Telefonverbindung oder Internet. Er war zum Warten verdammt. Eine halbe Stunde später, bereits auf Asphaltstraße werden wir bei einer Straßenkontrolle angehalten. Ich muss den Kofferraum öffnen. Die Batterien erregen den Unmut des Beamten. Ich verstehe nur Spanisch. Aber offenbar, darf man nur eine und nicht vier Batterien transportieren. Wir dürfen trotzdem weiterfahren. Der LKW Fahrer steigt in Ququibamba aus.
Ohne Zwischenfälle erreichen wir am Nachmittag unser Ziel Camana.




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